Menschen, die mit einem sehr niedrigen Geburtsgewicht oder deutlich vor dem errechneten Geburtstermin auf die Welt kamen, haben inzwischen gute Chancen auf ein glückliches, gesundes und erfülltes Leben als Erwachsene. Das ergibt eine Langzeitstudie der britischen Universität Warwick mit Teilnehmern aus Bayern, die im Fachjournal «JAMA Paediatrics» veröffentlicht wurde.
Ein Fünftel hat Probleme
Allerdings: Etwa jeder fünfte Teilnehmer der Studie, der vor der 32. Schwangerschaftswoche oder mit einem Geburtsgewicht von weniger als 1.500 Gramm zur Welt kam, hat Probleme als Erwachsener - das betrifft Geld, Freundschaften und Partnerschaften.
Medizinisch betrachtet spielt laut der Studie vor allem der Intelligenzquotient (IQ) eine Rolle. Früheren Studien zufolge nehme der IQ vor der 33. Schwangerschaftswoche pro Woche um 2,3 Punkte ab, sagt Warwick-Professor Dieter Wolke, der Leiter der Studie.