Ein Alarmsignal ertönt. Auf einer Wiese öffnet sich eine Drohnenstation. Die in Feuerwehr-Farben lackierte Drohne steigt auf. Sie steuert ein Feuer an einem Waldrand an. Dieses Szenario im Neubäuer Forst bei Roding (Landkreis Cham) ist inszeniert - es zeigt aber, wie künftig im Zusammenspiel von Drohnentechnik, Künstlicher Intelligenz und Sensorik Waldbrände frühzeitig erkannt werden können.
Entwickelt wird das innovative System im Rahmen des auf drei Jahre angelegten deutsch-tschechischen EU-Modellprojektes «CTRL-F». Der Neubäuer Forst dient als Testregion.
In dem Wald wurden hierfür Sensoren zur Erkennung von Brandgasen an Bäumen angebracht. Sie haben jeweils eine Reichweite von 50 bis 80 Meter und schlagen Alarm, wenn sie Brandgeruch feststellen. Um eine hohe Abdeckung zu erreichen, seien auf einem Quadratkilometer Fläche 56 Sensoren befestigt worden, sagt Steffen Reitz, Geschäftsführer des Projektpartners NeuralDrones. Künftig soll die Zahl der Sensoren aber reduziert werden können.
Sobald ein Sensor angeschlagen hat, startet die Drohne. Die habe eine Reichweite von etwa zehn Kilometern, sei unter anderem mit einer Wärmebildkamera ausgestattet und rund um die Uhr startbereit. Die Drohnengarage öffnet sich automatisch.