Nach der bundesweiten Fahndung in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY… ungelöst» haben die bayerischen Ermittler viele Hinweise zu Jahrzehnte zurückliegenden Morden an zwei Mädchen bekommen. «Die Telefone sind tatsächlich heiß gelaufen», sagte der Sprecher des Polizeipräsidiums in Kempten, Johannes Stoll.
Die Kemptener Kripo ermittelt zu dem Mord an der 13-jährigen Sonja Hurler, die in der Nacht zum 5. Juli 1981 in Kempten umgebracht wurde. Mittlerweile hat die Polizei an den Asservaten eine DNA-Spur gesichert, die auch bei einem ähnlichen Verbrechen in Mittelfranken entdeckt wurde. Dort wurde die 12-jährige Marion Baier in der Nacht auf den 2. Juli 1973 nach dem Besuch eines Festes in Zirndorf getötet. Beide Mädchen wurden insofern vermutlich Opfer desselben Sexualstraftäters.
Schwerpunktmäßig wurde in der TV-Sendung das Verbrechen an Hurler geschildert, dabei aber die Verbindung zu dem Fall Baier erläutert. Nach der Entdeckung der ermordeten Zwölfjährigen wurde am Tatort Oberasbach auch ein auffälliger silberner Christopherus-Kettenanhänger entdeckt. Die Polizei vermutet, dass das Mädchen im Kampf das Medaillon dem Täter abgerissen haben könnte. Auch zu dem Schmuckstück gab es Zuschauerhinweise.