Die Gewerkschaft Verdi hat mit einem Warnstreik den kommunalen Nahverkehr in vielen bayerischen Städten weitgehend lahmgelegt. Schwerpunkte waren neben München, Nürnberg, Augsburg und Regensburg mehrere mittelgroße Städte, dazu zählten Bamberg, Passau, Landshut und Schweinfurt. Einschränkungen gab es auch in Bayreuth, Schwabach und in Ingolstadt.
Der 24-stündige Warnstreik begann am frühen Morgen um 3.30 Uhr, er soll dementsprechend am frühen Dienstagmorgen enden. S-Bahnen und Nahverkehrszüge wurden nicht bestreikt, da die Bahn nicht von den Kommunen betrieben wird. Folge war nach Daten des ADAC stark erhöhter Verkehr mit zahlreichen Staus auf Bayerns Autobahnen und Bundesstraßen. So beobachtete der Autoclub in der Stunde zwischen sieben und acht Uhr morgens 203 Staus im Freistaat, verglichen mit 144 zwei Wochen zuvor.
Der stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiter Sinan Öztürk stellte für die kommenden Tage weitere Aktionen in Aussicht: Bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 13. Februar sei «mit weiteren Warnstreiks zu rechnen». «Wann und wie lange, geben wir mit angemessener Vorlaufzeit bekannt.» Der Tarifvertrag Nahverkehr gilt laut Verdi für etwa 20 Unternehmen mit 9.000 Beschäftigten. Darüber hinaus stehen neue Warnstreiks auch im öffentlichen Dienst bevor.