Ein trockenes Frühjahr, eine Hitzewelle in der zweiten Junihälfte - schon im Juli hatte die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in ihrem Pflanzenbauspiegel skizziert, welch große Herausforderungen die Trockenheit in diesem Jahr mit sich bringt für die Bäuerinnen und Bauern im Freistaat. Es sollten noch weitere trockene Wochen kommen - mit teils drastischen Folgen.
Wie steht es um die Qualität des Brotgetreides?
Roggen und vor allem Weizen sind die klassischen Getreidesorten, die zu Mehl vermahlen und in Bäckereien verarbeitet werden. «Die Trockenheit hat vor allem Spuren bei der Menge hinterlassen. Wir gehen von zehn bis 20 Prozent Verlust beim Ertrag aus. Die Qualität ist aber im Allgemeinen gut und besser als im vergangenen Jahr», sagt Josef Rampl, Geschäftsführer des bayerischen Müllerbundes.
Die Menge sei jedoch ausreichend für die Mühlen in Bayern. Für die Mühlen sei das Geschäft mit dem Getreide ein regionales Geschäft - man wolle das verarbeiten, was direkt vor Ort wachse.
In Bayern seien im Verband 100 mahlende Mühlen organisiert, 50 davon hätten eine Marktbedeutung. Jährlich werden 1,3 Millionen Tonnen Getreide - Weizen, Roggen, Dinkel - verarbeitet. Rampl betont: «Jedes dritte Weizenkorn, das in Bayern wächst, wird bei uns vermahlen.»