Die Schilder für Tempo 30 an der Landshuter Allee auf dem Mittleren Ring in München werden abmontiert. Die Arbeiten würden gegen acht Uhr morgens beginnen, hieß es aus dem städtischen Baureferat. Damit werde die zulässige Höchstgeschwindigkeit wieder auf Tempo 50 angehoben.
Luft spürbar sauber
Als Grund gab Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) die gute Entwicklung bei den Schadstoffwerten an. Die Luft sei spürbar sauberer geworden, erklärte er vor einigen Tagen unter Verweis auf gesunkene Stickstoffdioxidwerte. Auch die Prognose ist einem Gutachten zufolge gut. Auch bei Tempo 50 sollen demnach die gesetzlichen Grenzwerte für Schadstoffe in diesem Jahr unterschritten werden.
Tempo 30 statt schärferes Fahrverbot
Das Tempolimit war im Juni 2024 auf einem rund 2,5 Kilometer langen Abschnitt eingeführt worden - erst vorübergehend, im März 2025 dann dauerhaft. Die Stadt wollte damit die Schadstoffbelastung entlang der vielbefahrenen Landshuter Allee verringern. Zudem sah man die Maßnahme als Möglichkeit, eine Ausweitung des Fahrverbots auf Autos mit der Abgasnorm 5 zu umgehen.
An der Landshuter Allee lag der Jahresmittelwert für Stickstoffdioxid im vergangenen Jahr mit 38 Mikrogramm pro Kubikmeter 2 Mikrogramm unter dem Grenzwert. Die Unterschreitung der Marke war 2024 erstmals nach 14 Jahren geglückt. 2026 rechnen Experten der Stadt zufolge mit einem Jahresdurchschnitt von 35 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter.
Stickstoffdioxid entsteht in Großstädten vor allem durch die Dieselmotoren von Fahrzeugen. Der Schadstoff kann Atemwegsbeschwerden sowie eine Vielzahl von Erkrankungen der Lunge und des Herz-Kreislaufsystems verursachen.
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