Nach monatelangen Debatten von Bund und Ländern beraten die Verkehrsminister heute (ab 12.30 Uhr) bei einer Sonderkonferenz in München über eine erneute Preiserhöhung für das Deutschlandticket. Dem Vernehmen nach könnte die Fahrkarte die Nutzer schon im kommenden Jahr 62 bis 64 Euro pro Monat kosten, wie die Deutsche Presse-Agentur im Vorfeld des Treffens erfuhr. Aktuell kostet das Ticket 58 Euro.
Konferenz legt Preis fest - Bundesrat muss formell beschließen
Den Preis für das Ticket setzt die Verkehrsministerkonferenz (VMK) der Länder fest. Der Bund ist Gast. Formell beschlossen wird die Erhöhung dann noch mal im Bundesrat. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) ist bei den Gesprächen in München nicht dabei, er wird von einem Staatssekretär vertreten.
Die Ländervertreter hatten bereits in den vergangenen Tagen hinter den Kulissen über einen Kompromiss verhandelt - auf einen konkreten Preis konnten sie sich aber zunächst nicht einigen. Laut einer Beschussvorlage, die der dpa vorliegt, könnte es zudem dazu kommen, dass die Länder sich bereiterklären, von 2026 bis 2030 jährlich 1,5 Milliarden Euro für das Ticket bereitzustellen - wenn der Bund ebenfalls mindestens 1,5 Milliarden Euro pro Jahr von 2026 bis 2030 zusichert. Bisher hat der Bund dies nur für 2026 zugesagt.