Der Friede hat nicht lange gewährt: Nach jahrelangen internen Streitigkeiten hat beim Bayerischen Jagdverband (BJV) Ruhe einkehren sollen. Jagdminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hatte im Frühjahr eigens ein Treffen einberufen und sich als Mediator angeboten. Nun trafen sich Mitglieder des BJV-Präsidiums und der oberbayerischen Kreisgruppe Neuburg an der Donau vor dem Landgericht München I. Eine Entscheidung des Richters gibt es noch nicht.
Hintergrund des Verfahrens ist der Ausschluss der Kreisgruppe Neuburg aus dem BJV. Die Kreisgruppe hatte laut BJV vor einiger Zeit eine Satzungsänderung vorgenommen, die nicht den Statuten des BJV entsprach.
Bei dem Treffen im Ministerium habe Aiwanger der Kreisgruppen-Vorsitzenden «nochmals deutlich erklärt, dass die Mitgliedschaft einer Kreisgruppe im Verband nur dann möglich sei, wenn die geltenden Regeln des Verbandes akzeptiert würden», teilte der Verband mit.
Damals habe die Kreisgruppen-Vorsitzende angekündigt, die Satzungsänderung zurückzunehmen. Weil sie das doch nicht getan habe, sei die Gruppe vom Landesausschuss aus dem BJV ausgeschlossen worden. Dagegen habe die Kreisgruppe Widerspruch eingelegt, über den im Herbst die Landesversammlung entscheiden müsse.