Gelbe Felder, verbrannte Wiesen, Noternte: Auf den Äckern sieht es derzeit nicht gut aus. Forscherinnen und Forscher der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) suchen nach Pflanzen und Anbaumethoden, die auch bei Dürre und Hitzeperioden mit weniger Wasser stabile Erträge liefern. Eine mögliche Antwort könnte dabei die Hirse sein.
Hirse trotzt der Trockenheit
Am eigens eingerichteten Forschungszentrum für Landwirtschaft in Trockenlagen am Staatsgut Schwarzenau – einem Klimahotspot Bayerns im Landkreis Kitzingen – untersuchten die Forschenden unter anderem die Körnerhirse. Sie hat ein tiefreichendes Wurzelsystem, kann Wasser effizient nutzen und so auch unter trockenen Bedingungen stabile Erträge liefern.
Entsprechend habe die Anbaufläche der Körnerhirse in Bayern in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen, hieß es. Die Hirse werde absehbar eine wichtige Rolle für eine nachhaltige Landwirtschaft in Bayern spielen.
Auch Pflanzen, die bislang eher aus südlicheren Regionen bekannt sind, werden getestet. Im Forschungsprojekt «FutureCrop» untersucht die LfL Erdnuss, Sesam, Schwarzkümmel und Perlhirse auf ihre Eignung für den Anbau im trockenen Norden Bayerns. Bis 2080 könnten die klimatischen Verhältnisse in Mainfranken denen in Teilen Bulgariens oder Südfrankreichs ähneln, wo Pflanzen aus südlichen Breiten gedeihen.