Obwohl BMW beim Absatz deutlich bessere Zahlen als Konkurrent Mercedes vorlegen kann, müssen die Münchner ihre Prognose senken. Zwar erzielten sie im dritten Quartal ein deutliches Plus während der Erzrivale aus Stuttgart 12 Prozent weniger Autos an seine Händler auslieferte. Dennoch musste BMW am Dienstag - nur zwei Stunden nach der Meldung seiner steigenden Absatzzahlen - eine Gewinnwarnung veröffentlichen. Unter anderem der Vorsteuergewinn wird demnach nicht mehr auf Vorjahresniveau erwartet, sondern leicht zurückgehen.
Hintergrund ist unter anderem, dass die Absatzentwicklung in China im dritten Quartal hinter den Erwartungen zurückblieb. Als Folge passt der Konzern auch seine Erwartungen für das vierte Quartal in dem wichtigen Markt an. Zudem muss BMW seine Händler in China finanziell unterstützen und das Unternehmen erwartet, dass Zollrückerstattungen im hohen dreistelligen Millionenbereich von den amerikanischen und deutschen Zollbehörden nicht mehr im laufenden Jahr, sondern erst 2026 kommen werden. Letzteres wirkt sich vor allem negativ auf den sogenannten Free-Cash-Flow aus, dessen Prognose BMW deutlich kürzte.