Die Hütten des Deutschen Alpenvereins (DAV) in den Alpen sind massiv von Wasserknappheit betroffen. «Wir haben auf fast allen Hütten derzeit Mangellagen, da werden die unterschiedlichsten Maßnahmen ergriffen», sagte Sprecher Julian Rohn. «Das ist schon eine neue Dimension.» Um den Küchenbetrieb aufrechterhalten zu können, wird etwa das Trinkwasser auf der Blaueishütte bei Berchtesgaden derzeit per Hubschrauber geliefert.
«Wir müssen leider unsere Waschräume geschlossen halten und können Trinkwasser nur in PET-Flaschen gegen Gebühr abgeben», teilten die Hüttenbetreiber zudem auf Facebook mit. «Bitte habt Verständnis für unsere Situation!»
Auch andere Berghütten in dem Gebiet sind von extremem Wassermangel betroffen. «Wir haben noch nie den Fall gehabt, dass die Quellen nicht mehr geschüttet haben», schilderte die Vorsitzende der Sektion Berchtesgaden, Gabi Schieder-Moderegger, der Deutschen Presse-Agentur. «Das ist heuer das erste Mal der Fall.» Sie habe sich zwar darauf eingestellt und einen Notfallplan erarbeitet, weil schon im Frühjahr statt reißender Bäche nur Rinnsale die Hänge hinabgeflossen seien. «Dass das aber so schnell geht, innerhalb einer Woche, damit haben wir nicht gerechnet.»