Bayerns Wölfe müssen trotz der in Brüssel von Vertretern der EU-Staaten auf den Weg gebrachten Absenkung des Schutzstatus Wolfsschutzes keine unmittelbaren Konsequenzen fürchten. Die Bejagung der hiesigen Wölfe sei auch mit der sich abzeichnenden Änderung der sogenannten Berner Konvention auf absehbare Zeit nicht möglich, teilte der Bund Naturschutz (BN) in München mit.
Umgang mit Wölfen sorgt seit Jahren für Debatten
Vertreter der EU-Staaten hatten zuvor mit der Stimme Deutschlands eine Abschwächung des Schutzes von Wölfen auf den Weg gebracht und damit auch in Bayern ein weiteres Kapitel in der seit Jahren laufenden emotionalen Debatte über den Umgang mit den Wildtieren eröffnet. Während etwa Umweltschützer den Schutz der einst ausgestorbenen Wölfe weiter hochhalten, fährt die Staatsregierung und mit ihr eine Vielzahl von Landwirten einen völlig gegensätzlichen Kurs. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) umschrieb die Position plakativ mit der Schlagzeile: «Der Wolf gehört nicht nach Bayern.»