Schwalben haben es nicht leicht. Ihr Lebensraum schwindet. Die kleinen Zugvögel finden zunehmend weniger Futter und weniger Nistplätze und sind zugleich stärkeren Wetterextremen ausgesetzt. So habe der vergangene Herbst Spuren bei Schwalben-Populationen hinterlassen, sagt Stefanie Gansbühler vom Landesbund für Vogelschutz (LBV). Zahllose Tiere waren Anfang September 2024 einer Kälte- und Regenphase zum Opfer gefallen.
Das habe zu einem deutlichen Einbruch bei den Beständen geführt, im Raum Ingolstadt beispielsweise sei die Population um etwa ein Drittel geschrumpft, bilanziert Gansbühler, die beim LBV Projektleiterin für Gebäudebrüterschutz in Oberbayern ist. Betroffen gewesen seien insbesondere Mehlschwalben, die sich etwa zwei Wochen vor den Rauchschwalben auf den Weg in ihre Winterquartiere in Afrika machen.