Nach dem Fund eines mutmaßlich ausgesetzten Chamäleons auf einem Wertstoffhof in Oberbayern erscheint die Rolle des Retters in neuem Licht. Nach Recherchen der Münchner Auffangstation für Reptilien ist der vermeintliche Finder vermutlich zugleich der Besitzer des farbenfrohen, aber erkrankten Tieres. Die Tierschützer erstatteten deshalb Anzeige. «Ein begründeter Anfangsverdacht ist da, dem wird jetzt nachgegangen», bestätigte ein Sprecher der Polizeiinspektion Germering.
Das Pantherchamäleon - inzwischen «Lucifer» genannt - war vor gut zwei Wochen auf dem Wertstoffhof in Eichenau nahe München gefunden worden. Zunächst hieß es, der Finder sei auf Kratzgeräusche aus einer Styroporbox aufmerksam geworden, als er Kartons abgeliefert habe. In der Box habe er das wärmeliebende Reptil entdeckt, das eigentlich im tropischen Madagaskar beheimatet und deshalb «in letzter Sekunde» vor den tiefen Temperaturen im Freien gerettet worden sei.