CSU-Chef Markus Söder lehnt einen Boykott der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko ab. Dies sei «völliger Quatsch», sowohl im Interesse der Sportler als auch außenpolitisch, sagte der bayerische Ministerpräsident nach einer Sitzung des Parteivorstands in München. «Was soll denn das sein, mal abgesehen davon, dass die Fußball-WM nicht nur in den USA stattfindet, sondern auch in Kanada und in Mexiko.» Die Weltmeisterschaft startet am 11. Juni 2026.
Söder nennt auch jede Form von US-Boykotten «unsinnig»
Auch andere Formen des Boykotts - etwa den Verzicht auf Waren aus den USA - seien aus Söders Sicht «Unsinn». Am Ende schade dies auch Deutschland. Für den Umgang mit den Vereinigten Staaten mahnte Söder vielmehr einen «Mix aus Besonnenheit und Klarheit» an.
Es wäre falsch, mit Amerika zu brechen, es brauche vielmehr eine «langfristige Strategie», sagte Söder. Er sei gegen diese Aufgeregtheit, gegen die Aggression und auch klar gegen ein totales Abkoppeln von Amerika. Mit Blick auf die zwischenzeitliche Forderung von US-Präsident Donald Trump zur Übernahme Grönlands gab Söder aber zu, dass dies auch ihn «emotional durchgerüttelt» habe.
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