Der FC Bayern geht nicht davon aus, wegen des Fan-Vorfalls beim Match gegen Real Madrid im Champions-League-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain mit einem Teilausschluss der Zuschauer bestraft zu werden. «Die Sorge ist nicht groß», sagte Sportdirektor Christoph Freund vom deutschen Rekordmeister. «Der Austausch mit der UEFA ist sehr, sehr gut und sehr, sehr eng über eine ganze Saison hinweg.» Die Europäische Fußball-Union hat in der Causa ein Disziplinarverfahren gegen die Münchner eingeleitet.
In der Schlussphase der Partie in der Allianz Arena waren Bayern-Anhänger über den Zaun geklettert und zum Spielfeldrand vorgedrungen. Nach dem 4:3-Siegtreffer in der Nachspielzeit drückten sie im Jubel gegen Fotografinnen und Fotografen, die dort hinter der Werbebande saßen. Auch Bayern-Profi Jamal Musiala sprang in dem Moment überschwänglich in den Pulk, unter dem einige Journalisten eingeklemmt wurden. Laut Polizeiangaben wurden mindestens zwei Frauen und zwei Männer verletzt. Die Münchner Kriminalpolizei ermittelt.