Beim Einzug in den Bankettsaal des Teamhotels wurden die Münchner Verlierer nach dem Neun-Tore-Wahnsinn von Paris beklatscht und bejubelt wie Gewinner. Die Szenerie nach Mitternacht wirkte surreal. Aber es passte zu diesem irrwitzigen Abend, der tatsächlich mehrere Gewinner hatte.
Darunter irgendwie auch diese Comeback-Bayern, die nach einer Stunde beim 2:5 schon vor dem K.o. in Halbfinal-Runde eins standen. «Da bist du eigentlich tot. Da sitzt du auf der Tribüne und denkst: Oh, oh, oh, wie soll das werden», sagte Vorstandsboss Jan-Christian Dreesen in seiner Bankettrede. Doch im Stadion des Titelverteidigers Paris Saint-Germain standen die Bayern wieder auf und erzwangen noch ein 4:5-Endergebnis.
Es war ein Abend der Wow-Effekte im Prinzenpark. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle, der Wendungen. «Ein Clash» zweier Fußball-Schwergewichte, wie es Bayern-Coach Vincent Kompany ausdrückte. PSG war zwar der Sieger, aber Weltfußballer Ousmane Dembélé und Co. ließen die Bayern im Spiel.