Uli Hoeneß hat die Kommunikation um die Nominierung des deutschen WM-Torwarts durch Bundestrainer Julian Nagelsmann bemängelt. «Das war nicht in Ordnung, nicht fair», sagte der 74 Jahre alte Ehrenpräsident des FC Bayern München im «Spiegel»-Spitzengespräch. Es sei ein Fehler gewesen, bereits im Frühjahr die Entscheidung zu verkünden, dass der Hoffenheimer Oliver Baumann die Nummer eins im DFB-Tor sei.
Nagelsmann plant jetzt, den derzeit verletzten Bayern-Kapitän Manuel Neuer als Stammkeeper bei der am 11. Juni beginnenden WM-Endrunde in Kanada, Mexiko und den USA einzusetzen. Die Berufung Neuers und die Rückstufung von Baumann als vorheriger Nummer eins im deutschen Tor hatten für reichlich Diskussionen gesorgt. Sportlich verteidigte Hoeneß die Torhüter-Reihenfolge. Schon vor einer Woche hatte er Neuer als den Besten bezeichnet. Dabei hatte er aber auch gesagt, dass ihm der Hoffenheimer Keeper Baumann leidtue.