Bayern-Star Jamal Musiala hat nach seinem zweiten Zusammenbruch auf dem Feld innerhalb von vier Tagen eine «neurologische Dysfunktion» und «temporär kurz auftretende, aber gut behandelbare Absencen» öffentlich gemacht. Absencen sind eine Form epileptischer Anfälle. Im Spitzensport gab es schon mehrere ähnliche Beispiele, ein Überblick:
Jay Bothroyd: Blutverschmiert ins Gefängnis
2010 machte Jay Bothroyd (44) sein einziges Länderspiel für die Three Lions. Was damals niemand wusste: Der gebürtige Nordlondoner aus dem Arsenal-Nachwuchs litt an Epilepsie. «Ich wünschte, ich hätte früher über meine Epilepsie gesprochen, aber ich habe es nicht getan, weil ich befürchtete, man würde mir nur einen Kurzzeitvertrag oder eine Bezahlung nach Einsatzzeit anbieten», sagte Bothroyd nach seinem Karriereende in einem Interview der «Mail on Sunday».
Zudem berichtete er von einer Autofahrt, während der er das Bewusstsein verlor und einen Unfall verursachte. «Blutverschmiert» sei er im Gefängnis gelandet. Negative Folgen gab es auch auf dem Platz: «Die Epilepsie hat meine Leistung beeinträchtigt. Es gab unzählige Male, bei denen ich deswegen schlechte Spiele hatte, weil ich nicht voll konzentriert war oder im Hinterkopf die Sorge hatte: "Mist, ich habe meine Tabletten nicht genommen".»