Premiere auf dem Münchner Nockherberg: Beim traditionellen Starkbieranstich hat erstmals der Schauspieler und Kabarettist Stephan Zinner der versammelten Polit-Prominenz die Leviten gelesen. Als neuer Fastenprediger beklagte er unter anderem eine weit verbreitete Intoleranz politischen Konkurrenten gegenüber. Ins Visier nahm er dabei unter anderem die CSU und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, aber auch alle anderen Parteien. Ebenso den Kanzler und die Koalitions-Spitzen in Berlin.
Augenmaß, in Bayern früher heimisch, sei verloren gegangen, lästerte Zinner am Schluss seines Auftritts. «Ausgerottet – durch Dauerempörung, Parteitage, Bierzelte und Talkshows.» Es brauche wieder einen bayerischen Weg, mit Verlässlichkeit und Ehrlichkeit. Es brauche ein Miteinander und kein Gegeneinander. Über die Weltlage sagt der neue Fastenprediger: «Ein Wahnsinniger im Osten und ein Wahnsinniger im Westen und wir dazwischen.»