Etliche Türkei-Fans haben nach dem Sieg ihrer Nationalmannschaft und damit den Einzug ins EM-Viertelfinale in mehreren bayerischen Städten gefeiert. Besonders im Bereich der Münchner Ludwig- und Leopoldstraße seien viele Fußballfans unterwegs gewesen; die Polizei zählte nach eigenen Angaben mehrere Tausend Menschen.
Teilweise sei Pyrotechnik gezündet worden: Der Petueltunnel war zwischenzeitlich gesperrt, da dieser durch das Abbrennen voller Rauch war. Aber noch in der Nacht konnten die Sperrungen aufgehoben werden und der Verkehr wieder anlaufen.
Am späten Abend setzte die Polizei von der Münchner Freiheit bis zum Siegestor Verkehrssperren und -ableitungen ein, um gefährliche Situationen zwischen Fans, die auf der Fahrbahn feierten, und Autos zu vermeiden. Davon war auch der Busverkehr betroffen.
In Nürnberg kamen laut einem Polizeisprecher rund 2500 türkische Fans zusammen. Der Abend sei friedlich verlaufen. «Etwas angespannt» sei die Stimmung jedoch gewesen, als zwei Menschen in der Menge syrische Fahnen geschwenkt hätten, sagte der Polizeisprecher. Eine der beiden Personen, einen Mann, hätten die Beamten wegen seines «Folgeverhaltens» in Gewahrsam genommen. Vereinzelt wurde Pyrotechnik gezündet.