Die deutsche Justiz wartet in einem der größten Strafverfahren im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie weiter auf die Auslieferung des Angeklagten. Der Beschuldigte, ein 76 Jahre alter Arzt, hält sich in Südamerika auf. Wie lang das Auslieferungsverfahren in Paraguay noch dauere, sei überhaupt nicht absehbar, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft in Nürnberg.
Dem Mediziner wird von der Staatsanwaltschaft unter anderem vorgeworfen, dass er in seiner Hausarztpraxis im schwäbischen Wemding im Jahr 2021 bei 176 Patienten, die sich impfen lassen wollten, nur Scheinimpfungen vornahm. Den Impfstoff soll er entsorgt und den Patienten nur leere Spritzen in das Gesäß gestochen haben. Die Ermittler gehen von 314 manipulierten Erst- und Zweitimpfungen aus.