Die große Frage um die Rente beschäftigt das ganze Land. Doch abgesehen von der Versorgung der heute noch jungen Menschen, liefert der demografische Wandel uns schon jetzt eine neue Herausforderung: Wie pflegen wir unsere alternde Gesellschaft? Gerade in Bayern äußern immer mehr Menschen den klaren Wunsch, ihren Lebensabend in den eigenen vier Wänden zu verbringen. Wer möchte schon in einer stationären Einrichtung leben, wenn es auch anders geht? Die erwachsenen Kinder der alternden Generation sind damit allerdings vor eine echte Belastungsprobe gestellt. Zwischen Berufstätigkeit, den eigenen Kindern und der emotionalen und physischen Verantwortung für ihre pflegebedürftigen Eltern befinden sie sich in einem schwierigen Spagat.
Dieser Konflikt führt nicht selten zu einer chronischen Überlastung der pflegenden Angehörigen. Oftmals wird die eigene Gesundheit hinten angestellt, um der Pflege des Vaters oder der Mutter gerecht zu werden. Die moderne Gerontologie und Sozialwissenschaft betonen daher immer wieder, wie essenziell entlastende Angebote für das gesamte Familiensystem sind. Ein stabiles Netz aus verschiedenen Hilfsmitteln und Modellen sichert nicht nur das Wohlbefinden des Seniors, sondern schützt auch die Erwerbsbiografien und die mentale Gesundheit der nachfolgenden Generation.