Die Diskussion über die Zukunft der Pflege reißt nicht ab. Steigende Eigenanteile in Pflegeheimen, der anhaltende Fachkräftemangel und eine älter werdende Gesellschaft sorgen auch 2026 dafür, dass Bund und Länder verstärkt auf die häusliche Pflege setzen. Das politische Ziel ist klar: Menschen sollen möglichst lange in ihrem vertrauten Zuhause leben können – vorausgesetzt, die Wohnsituation macht das auch möglich.
Genau an diesem Punkt beginnt für viele Familien in Fürth die eigentliche Herausforderung.
Während Neubauten heute häufig barrierearm geplant werden, sieht die Realität in vielen bestehenden Wohnhäusern anders aus. In Stadtteilen wie Burgfarrnbach, Dambach, Vach oder Stadeln prägen Ein- und Zweifamilienhäuser das Bild. Viele dieser Häuser wurden vor Jahrzehnten gebaut – mit Kellertreppe, Obergeschoss und oftmals mehreren Ebenen. Was früher selbstverständlich war, kann im Alter oder nach einer Erkrankung schnell zum Hindernis werden.
Nach einem Krankenhausaufenthalt bleibt häufig nur wenig Zeit, um das Zuhause an die neue Situation anzupassen. Angehörige müssen kurzfristig Entscheidungen treffen, Termine koordinieren und gleichzeitig klären, welche Unterstützung überhaupt möglich ist.