Der Stadtrat der oberbayerischen Kleinstadt Tittmoning (Landkreis Traunstein) hat einen AfD-Politiker als Kulturreferenten nach wochenlangen Protesten wieder abgesetzt. Es sei «normalerweise nicht üblich, dass ein zugeteiltes Referat wieder entzogen wird», teilte die Stadt mit. «Leider hatte sich in den letzten Wochen die Situation im Zusammenhang mit dem Kulturreferat derart hochgeschaukelt, dass sich der Stadtrat veranlasst sah, die Abstimmung vom 12. Mai neu zu überdenken.»
Bürgermeister sieht Schaden für das Ansehen der Stadt
Das 5.000-Einwohner-Städtchen liegt ganz im Osten Bayerns, an der Grenze zum oberösterreichischen Bezirk Braunau. «Als Grenzstadt steht Tittmoning traditionell für einen offenen, länderverbindenden gesellschaftlichen Austausch», heißt es in der Mitteilung der Stadt. «Die überwiegende Mehrheit der Stadtratsmitglieder stimmte darum für eine Neubesetzung des Amtes.»
Gruttauers Äußerungen - unter anderem in sozialen Medien - widersprächen «dem Selbstverständnis der großen Mehrheit der Menschen in Tittmoning und haben in den vergangenen Wochen dem Ansehen unserer Stadt bayern- und deutschlandweit nachhaltig geschadet», sagte Bürgermeister Bratzdrum.
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