Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält trotz gewissen Gegenwinds in Tschechien an seinen Reiseplänen zum Sudetendeutschen Tag nach Brünn fest - und reist anschließend weiter zum tschechischen Präsidenten nach Prag.
«Ich will es hier auch nochmal deutlich sagen, nach mancher Debatte in Tschechien: Ich werde natürlich zum Sudetendeutschen Tag fahren nach Brünn. Das ist ein Bekenntnis zu den Sudetendeutschen», sagte Söder nach einer CSU-Vorstandssitzung in München. Und er habe jetzt auch eine Einladung bekommen vom tschechischen Präsidenten Petr Pavel. Den werde er noch am selben Tag in der Prager Burg besuchen - «auf seine Einladung, was mich sehr gefreut hat», betonte Söder.
Das jährliche Pfingsttreffen der Sudetendeutschen Landsmannschaft soll vom 22. bis 25. Mai in Brünn (Brno) stattfinden - und damit erstmals in Tschechien. Die ultra-rechte Regierungspartei Freiheit und direkte Demokratie (SPD) hatte aber zuletzt eine Entschließung ins tschechische Parlament in Prag eingebracht, die sich gegen den sogenannten Sudetendeutschen Tag richtet.