Der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Sven Schulze, erteilt der Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten nach einer Zusammenlegung von Bundesländern eine Absage. «Von einer neuen Diskussion zur Länderfusion halte ich nichts - es wird bei uns kein Bundesland Mitteldeutschland geben», sagte Schulze den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte das Zusammenlegen von Bundesländern ins Spiel gebracht. Es könne nicht sein, dass einige Länder kaum noch lebensfähig seien und von Bayern und anderen bezahlt werden müssten, sagte der CSU-Chef auf der Winterklausur der CSU-Landtagsfraktion im oberfränkischen Kloster Banz. «Größere Einheiten sind erfolgreicher als kleine», argumentierte Söder, deshalb müsse man «die Bundesländerstruktur mit größeren Einheiten versehen». Es brauche «weniger Bundesländer, ganz einfach.» Er räumte allerdings auch ein, dies sei «nichts, was über Nacht geht». Söder sagte auf Nachfrage auch nicht, welche Bundesländer er zusammenlegen würde.