Im Prozess um den Tod einer 15 Jahre alten Kurdin nach einem Stromschlag von einer Bahn-Oberleitung in München fordert die Staatsanwaltschaft zehneinhalb Jahre Haft für ihren mutmaßlichen Schleuser. «Die kriminelle Energie des Angeklagten ist erheblich», sagte Staatsanwalt Kai Gräber in seinem Schlussplädoyer. Die Indizienlage gegen ihn sei «überwältigend».
Der Iraker, der bis zu seiner Festnahme in der Schweiz lebte, zeige eine «Nonchalance im Umgang mit Menschenleben» und habe mit dem Geld aus seinen Schleuserfahrten schlicht «auf dicke Hose machen» und seiner 20 Jahre jüngeren Geliebten ein Luxusleben bieten wollen.