Ihr Job ist gerade in aller Munde, manche belächeln ihn, manche halten ihn für eine Zumutung: Verschnaufpausen gibt es für die Mitarbeiter, die zum Schutz des Augsburger Christkindlesmarkts derzeit im Minutentakt schwere Poller zur Seite hieven müssen, tatsächlich kaum. «Wenn man mal eine Pause braucht, auf Toilette muss oder was trinken, muss man sich gut mit den Kollegen absprechen, um den Verkehr nicht zu verzögern», schilderte Jean Pierre Göring in der «Augsburger Allgemeinen».
Er wird gemeinsam mit seinem Cousin die gesamte Adventszeit im Einsatz sein. Mitleid müsse man mit ihnen aber nicht haben, betonte Göring gegenüber der Zeitung. «So schwer ist das nicht, und wenn man es ein paar Mal gemacht hat, stellt sich auch Routine ein.» Auch der Verdienst sei gut.
Die Nachricht, dass der Augsburger Weihnachtsmarkt zum Schutz vor Anschlägen mit Autos durch mobile Poller geschützt wird, die für die vorbeifahrende Tram jeweils mit einem Hubwagen zur Seite geräumt werden müssen, sorgt derzeit bundesweit für Aufmerksamkeit. Denn zu den Hauptverkehrszeiten wiederholt sich diese Aktion im Minutentakt.