Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach will die Frauengesundheit weiter stärken und die Forschung zur geschlechtersensiblen Medizin ausbauen. Es gebe zahlreiche gesundheitliche Besonderheiten und Erkrankungen, die Frauen betreffen und noch zu wenig bekannt seien, erklärte die CSU-Politikerin in einer Pressemitteilung anlässlich des Internationalen Frauentages.
Diagnosen oft verspätet
So könnten sich etwa Herzinfarkte bei Frauen anders äußern als bei Männern. Auch bei psychischen Erkrankungen gebe es Unterschiede. Zudem erhielten Frauen häufiger falsche oder verspätete Diagnosen, unter anderem weil sie lange Zeit in klinischen Studien unterrepräsentiert gewesen seien.
Geschlechtersensible Ansätze müssten deshalb stärker in medizinische Ausbildung, Forschung und Praxis integriert werden, betonte Gerlach. Ziel sei eine bessere Versorgung für alle Patientinnen und Patienten.