Der Skandal um sexualisiertes Fehlverhalten, Drogen und Extremismus bei den Fallschirmjägern soll bis Anfang April weitgehend aufgearbeitet sein. Internes Ziel sei dafür in etwa Ostern, Beginn des zweiten Quartals, sagte der Inspekteur des Heeres, Christian Freuding, in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne im bayerischen Altenstadt. Da derzeit noch Mobiltelefone und andere mobile Endgeräte forensisch untersucht würden, könne er schwer abzuschätzen, «wie lange der endgültige Abschluss dauern wird und ob es noch weitere Konsequenzen geben wird».
Im Zuge der Aufarbeitung des Skandals im Fallschirmjägerregiment 26 im rheinland-pfälzischen Zweibrücken seien inzwischen zehn Entlassungen umgesetzt worden, betonte Freuding. Bei 19 Soldaten habe es schon relativ zu Beginn der Ermittlungen ein so klares Bild gegeben, dass man die Entlassung beantragt habe. Systemische Ursachen sehe er nicht. «Das sind individuelle Verfehlungen, die individuell auch geahndet werden.» Auch einen generellen Imageschaden für die Bundeswehr sehe er nicht. Aber jeder einzelne Vorfall sei auch für ihn persönlich «wirklich schmerzlich».