Sie sind gefühlt überall - im Regal im Spielzeugladen, aber auch an der Kriegsfront in der Ukraine oder in Nahost: Drohnen. Die unbemannten, ferngesteuerten Flugkörper sind Fluch und Segen zugleich und für die Sicherheitsbehörden auch in Bayern eine zunehmende Herausforderung. Tatsächliche oder scheinbare Drohnensichtungen etwa über Flughäfen oder militärischen Einrichtungen nehmen zu. «Täglich», sagt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), liefen Berichte ein, wonach es Sichtungen von Flugkörpern irgendwo in Europa gegeben haben.
Der Minister, zuständig für die bayerische Polizei, möchte die Herausforderung annehmen. «Wir leben in einer Zeit zunehmender Konflikte, hybrider Bedrohungen und neuer Formen der politischen Einflussnahme», sagt er. Angriffe mit Drohnen wie zuletzt in Leipzig seien direkte Angriffe auf die kritische Infrastruktur in Deutschland. Es entstünden wirtschaftliche Schäden und die Bevölkerung werde verunsichert.