Raumfahrt, Wissenschaft, Cowboys: 20 Jahre nach Edmund Stoiber reist mit Markus Söder erstmals wieder ein bayerischer Ministerpräsident in die USA. Am Sonntag startet der CSU-Chef zu seiner Reise über den großen Teich. Ziele sind die US-Bundesstaaten Texas und South Carolina - um die Hauptstadt Washington mit Präsident Donald Trump macht Söder somit einen großen Bogen. 2005 war Stoiber in Kalifornien zu Gast. 2002 hatte ihn, damals als Kanzlerkandidat der Union, unter anderem auch US-Präsident Georg W. Bush im Weißen Haus getroffen. Derzeit undenkbar.
Ziel: Nasa-Kooperation für Raumfahrtachse von Bayern und Texas
«Ein Ziel ist die Erweiterung von Partnerschaften bei Technologie und Universitäten, insbesondere im Bereich Luft- und Raumfahrt. Das ist eine Branche, die in Bayern sehr stark wächst. Die Raumfahrtachse Bayern-Texas wird ausgebaut», betonte Söder. Unter anderem solle dazu ein gemeinsames Projekt zum Thema KI-Steuerung in der Raumfahrt zwischen dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen bei München und der Nasa in Houston vereinbart werden.
Konkret gehe es bei dem Projekt um die Steuerung von Raumfahrzeugen auch ohne andauernde Bodenkommunikation, also selbstständiges Operieren im Weltall, so Söder. «Diese Technologie soll effizientere und schnellere Bewegungen im All ermöglichen. Die Wissenschaft und auch Start-ups aus Bayern können hier entscheidende Impulse liefern. DLR, ESA und NASA werden insgesamt noch enger zusammenarbeiten.»
Zudem sollen die Universitätspartnerschaften für neue Technologien und innovative Ideen ausgebaut werden, etwa im Bereich Medizin und Pflege. Geplant ist auch der außerdem der Besuch eines Werks von Everllence - ein Maschinenbauer mit Hauptsitz in Augsburg.