Zur Stabilisierung des bürgerlich-konservativen Lagers empfiehlt CSU-Urgestein Peter Gauweiler seiner Partei mehr Nähe zu den Freien Wählern bis hin zu Bündnissen auch außerhalb Bayerns. «Freie Wähler und CSU sollen auch außerhalb des Freistaates als bayerisches Erfolgskonzept antreten können. Wenn die CSU nach dem Muster von "Bündnis 90/Die Grünen" solche Listen ermöglicht, etwa als gemeinsames "Bündnis Freie Wähler/CSU", wäre dort die Überwindung der Fünf-Prozent-Hürde nicht mehr ausgeschlossen, sondern naheliegend», sagte Gauweiler der «Mediengruppe Bayern» (Dienstag).
Auch zur AfD wünscht er sich mehr Offenheit
Auch der Umgang mit der AfD seitens der CSU erfordert laut Gauweiler mehr Offenheit: «Brandmauern ersetzen keine Argumente. Schon die Metaphorik — anstößige Gedanken dem Feuer zu überantworten — ist indiskutabel.» Ihm komme es «nicht so sehr auf die Gesinnung an, wenn jemand zu einem offenen Gespräch bereit ist. Der dialogische Austausch ist ein Wert an sich.»
Zudem sei es «demokratisch unredlich, parlamentarische Vorschläge allein deshalb abzulehnen, weil sie von der "falschen" Partei kommen.» Er habe in seiner Zeit im Bundestag auch Anträgen der Linken zugestimmt, «wenn mir dies geboten erschien, und würde dies im Fall der AfD wieder tun».
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten