Die geplante Russlandreise des stellvertretenden Chefs der AfD im Bundestag, Markus Frohnmaier, muss nach Ansicht der CSU verhindert werden. «Die AfD-Spitze muss die Reise unterbinden. Alles andere ist Landesverrat», sagte CSU-Generalsekretär Martin Huber der Deutschen Presse-Agentur in München. Frohnmaier wies die Vorwürfe zurück.
«Ich bin allein den Interessen Deutschlands verpflichtet, habe diese schon in der Vergangenheit stets gewahrt und werde dies auch künftig gegenüber jeder ausländischen Macht tun – auch gegenüber Russland», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. «Wenn man der Logik der Regierungsparteien folgt, wäre selbst Donald Trump ein Landesverräter – nur weil er mit Wladimir Putin spricht.» Seriöse Politik suche den Dialog, gerade in schwierigen Zeiten.
CSU-Mann Huber betonte, Frohnmaier sei als «Vasall» des russischen Präsidenten Wladimir Putin bekannt. Zudem sei die Gefahr hoch, «dass er geheime Informationen an den Kreml weitergibt und so die Sicherheit Deutschlands und Europas massiv gefährdet». Nicht zuletzt die Aussagen der Geheimdienste im Bundestag hätten gezeigt, wie groß die Bedrohung durch Russland für alle Nato-Staaten inzwischen sei. Russland führt bereits seit drei Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine.