Nach dem Bestechungsverdacht in der Ausländerbehörde des Münchner Kreisverwaltungsreferats hat die Staatsanwaltschaft die ersten Anklagen erhoben. Zwei ehemaligen Mitarbeitern der Kreisverwaltung, einem Mann und einer Frau, wird Bestechlichkeit in mehreren Fällen vorgeworfen. Sie sollen dabei mitgewirkt haben, Ausländer illegalerweise Aufenthaltserlaubnisse zu verschaffen.
Ein nicht beim Kreisverwaltungsreferat beschäftigter sogenannter Relocation-Dienstleister soll unter anderem der Bestechung in mehreren Fällen schuldig sein. Die Ermittlungen gegen weitere Beschuldigte dauern an, wie die Staatsanwaltschaft München I mitteilte.
Im März hatten Polizei und Staatsanwaltschaft das Kreisverwaltungsreferat durchsucht, weil der Verdacht bestand, dass dort gegen Geld zu Unrecht ausländerrechtliche Genehmigungen ausgestellt worden waren. Die Anzeige war von der Stadt selbst gestellt worden, weil im Kollegenkreis Ungereimtheiten aufgefallen waren.