Die CSU setzt darauf, zentrale Zusatzforderungen gegenüber dem gemeinsamen Unions-Wahlprogramm mit der CDU nach der Bundestagswahl durchsetzen zu können. An erster Stelle nannten CSU-Generalsekretär Martin Huber und Landesgruppenchef Alexander Dobrindt nach einer Parteivorstandssitzung die Ausweitung der Mütterrente. Das sei ein CSU-Projekt, das man entsprechend umsetzen werde, sagte Dobrindt voraus.
Geschlossen, aber auch eigenständig
Die Mütterrente ist zentraler Punkt der CSU-«Bayern-Agenda», des speziellen CSU-Wahlprogramms, das der Vorstand nun einstimmig beschlossen hat. Man gehe als Union gemeinsam und geschlossen in die Wahl, betone Huber. Die CSU sei aber dennoch eine eigenständige Partei, die auch noch einige eigene Schwerpunkte setze. Das sei immer so gewesen, das wisse auch die CDU.
Die CSU will unter anderem erreichen, dass Müttern auch für vor 1992 geborene Kinder drei statt wie bisher maximal zweieinhalb Erziehungsjahre bei der Rente angerechnet werden. Derzeit werden nur für Kinder, die 1992 oder später geboren sind, bis zu drei Jahre angerechnet. Im gemeinsamen Wahlprogramm mit der Schwesterpartei CDU hat die CSU die Forderung nach einer Ausweitung der Mütterrente nicht untergebracht. Und auch Unionskanzlerkandidat Friedrich Merz hatte sich zuletzt zurückhaltend geäußert: Bei einer Abwägung gegenüber anderen Dingen habe er im Ergebnis «einen anderen Schwerpunkt», sagte er.