Der Bund kürzt seine diesjährigen Zuschüsse für den Glasfaserausbau in den Ländern um eine Milliarde Euro. Anstelle der vorgesehenen drei stehen 2024 nur noch zwei Milliarden Euro zur Verfügung. Das geht aus einem Brief des Bundesverkehrsministeriums an die Länder hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU) protestierte: «Der Bund streicht in diesem Jahr eine Milliarde Euro für Deutschlands digitale Zukunft. Das ist absolut unverantwortlich.» Das Bundesministerium fürchtet keine Auswirkungen auf das Tempo des Gigabitausbaus. Der Bundesverband Breitbandkommunikation - die Interessenvertretung der Telefon- und Datennetzbetreiber - hält die Kürzung der staatlichen Gigabit-Förderung für sinnvoll.