Die Ermittlungen wegen mutmaßlicher Bestechlichkeit in der Ausländerbehörde des Münchner Kreisverwaltungsreferats (KVR) München haben nicht zuletzt aufmerksame Mitarbeitende ins Rollen gebracht. Ihnen sei aufgefallen, dass sich eine «externe Person» auch außerhalb der Parteiverkehrszeiten in Büros aufhielt und regelmäßig dieselben Sachbearbeitenden aufsuchte, teilte die Pressestelle des KVR auf Anfrage mit.
Die Ermittler verdächtigen fünf derzeitige Mitarbeiter und eine ehemalige Mitarbeiterin der Behörde, «in zahlreichen Fällen» gegen Geld rechtswidrige Entscheidungen zu ausländerrechtlichen Themen getroffen zu haben. Vier der derzeitigen Mitarbeiter sowie ein nicht bei der Stadt beschäftigter Mann sitzen in Untersuchungshaft. Dieser soll den Kontakt zu Ausländern vermittelt, gefälschte Dokumente hergestellt und Geld an KVR-Mitarbeiter gezahlt haben. Er wird der Bestechung und Urkundenfälschung verdächtigt.