Trotz der großen wirtschaftlichen Unsicherheiten im Land sind Bayerns Flughäfen, Spielbanken, Messen und andere Beteiligungen des Freistaats auf Erfolgs- und teilweise sogar auf Rekordkurs. Das berichtete Finanzstaatssekretär Martin Schöffel (CSU) im Haushaltsausschuss des Landtags. Die Beteiligungen des Freistaats seien, wie alle Unternehmen, von der generellen wirtschaftlichen Unsicherheit und den geopolitischen Krisen mehr oder weniger betroffen – sie seien aber allesamt gut aufgestellt. Bei den Messen und Spielbanken habe man sogar absolute Rekordjahre verzeichnet.
Messen mit Rekordergebnissen
Die Nürnberger Messe hatte 2024 ihren 50. Geburtstag gefeiert, und das laut Schöffel mit einem Rekordumsatz von 368 Millionen Euro. In diesem Jahr werde wiederum ein «sehr guter» Umsatz von rund 350 Millionen Euro erwartet.
Die Messe München blickt bereits auf 60 Jahre Geschäftsbetrieb zurück. Sie erwarte nach Hochrechnungen für 2025 das erfolgreichste Jahr der Unternehmensgeschichte insgesamt, berichtete Schöffel, und zwar mit einem Rekordumsatz im Konzern von rund 600 Millionen Euro. Und es sei mit einem Rekordergebnis von rund 100 Millionen Euro zu rechnen. «Ein Mega-Messe-Jahr mit acht von zwölf Weltleitmessen am Standort München», sagte er.
Erfolgreiche Spielbanken
«Die bayerische Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung ist ebenfalls auf Erfolgskurs», sagte Schöffel. So hätten die bayerischen Spielbanken 2024 mehr als 129 Millionen Euro Bruttospielertrag und 2025 mit rund 139 Millionen Euro den höchsten Bruttospielertrag seit ihrem Bestehen erzielt. Rund 723.000 Gäste besuchten demnach 2025 die Spielbanken, das ist ein deutliches Plus von fast 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Staatshaushalt profitiere davon spürbar: Rund 500 Millionen Euro Lotteriesteuer, Gewinnabführung und Spielbankabgabe seien 2025 geflossen. Das Geld werde insbesondere in zusätzliche Leistungen der Sportförderung, Kulturförderung und Denkmalpflege sowie in sonstige gemeinnützige Zwecke investiert, sagte Schöffel. Er versicherte zudem: «Wir wollen uns auf den guten Zahlen nicht ausruhen.»