Nach langen Auseinandersetzungen hat der Augsburger Stadtrat die umstrittene Errichtung einer Betreuungseinrichtung für suchtkranke Menschen in einem ehemaligen Pfarrzentrum beschlossen. Die von CSU und Grünen getragene Stadtregierung konnte ihr Konzept trotz erheblichen Widerstands aus der Opposition und vonseiten der Bürger durchsetzen, eine Mehrheit der Stadträte stimmte zu.
Seit Monaten wird in Bayerns drittgrößter Stadt über das Thema gestritten, eine Initiative hat auch Unterschriften gegen das Projekt gesammelt.
Hintergrund ist, dass der Helmut-Haller-Platz im Stadtteil Oberhausen seit langem ein Treffpunkt für Drogenabhängige in Augsburg ist. Um den Betroffenen ein Angebot zu machen, wurde im Bereich des Platzes bei dem Oberhauser Stadtteilbahnhof bereits vor Jahren ein Betreuungszentrum eingerichtet. Dort werden nach Angaben der Betreiber täglich rund 100 suchtkranke Menschen versorgt.