Angesichts vieler Krisen und weit verbreiteter Ängste hat Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner vor zunehmendem Extremismus und immer neuen Gräben in der Gesellschaft gewarnt - und zur Verteidigung der Demokratie aufgerufen. Sie rief insbesondere dazu auf, nicht auf Parolen politischer Extremisten hereinzufallen oder auf Verschwörungstheorien in sozialen Medien, die dabei als Brandbeschleuniger fungierten. Stattdessen müsse man das Land wehrhaft machen gegen Angriffe von innen und außen, sagte sie bei einer Rede an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität laut vorab verbreitetem Redemanuskript.
«Ich frage mich oft, was treibt die Menschen in die Arme politischer Extremisten», sagte Aigner. Dafür gebe es diverse Gründe, Enttäuschung sei einer davon. «Aber: Wenn man von der Feuerwehr enttäuscht ist, dann ruft man doch nicht nach jemand, der auch noch Öl ins Feuer gießt», warnte sie.