Die AfD-Spitze hält nach Berichten über eine russische Desinformationskampagne bis auf Weiteres zu ihrem Europawahlkandidaten Petr Bystron. «Zum jetzigen Zeitpunkt muss der Bundesvorstand von der Unschuld Herrn Bystrons ausgehen», hieß es am Montag nach Beratungen des AfD-Bundesvorstands in einer knappen gemeinsamen Stellungnahme der Parteichefs Alice Weidel und Tino Chrupalla. Der Bundestagsabgeordnete war bei den Beratungen zugeschaltet, nachdem er bereits eine schriftliche Stellungnahme an die Parteispitze eingereicht hatte. Vertreter anderer Parteien warfen der AfD einen fehlenden Aufklärungswillen vor und kritisierten sie als Handlanger Russlands.
«Vehementer Widerspruch» gegen Vorwürfe
Bystron habe sich im Vorstand zu den Vorwürfen gegen seine Person erklärt. «Er hat diesen vehement widersprochen und wird alle getätigten Aussagen schriftlich niederlegen», hieß es in der Stellungnahme Weidels und Chrupallas. Die Parteiführung setze sich für umfassende Aufklärung ein und fordere von allen, die behaupteten, über Indizien und Beweise zu verfügen, diese in die Ermittlungen einfließen zu lassen.