Nach dreitägigen Marathonberatungen soll im Bayerischen Landtag der Doppelhaushalt für 2026 und 2027 final beschlossen werden. In der Schlussdebatte will unter anderem Finanzminister Albert Füracker (CSU) sprechen. Insgesamt wächst der Etat - für beide Jahre zusammengerechnet - auf rund 168,5 Milliarden Euro an. Für dieses Jahr sind aktuell rund 84,7 Milliarden Euro eingeplant, für 2027 83,8 Milliarden.
Koalition lobt sich selbst
Die Koalition aus CSU und Freien Wählern verteidigt den Haushalt vehement und lobt insbesondere, dass man trotz der schwierigen Lage ohne neue Schulden auskomme. Tatsächlich muss die Staatsregierung dafür aber tief in die eigenen Rücklagen greifen. Zum anderen soll an vielen Stellen gespart werden.
Umstritten war und ist der Beschluss des Kabinetts, auf das ab 2026 geplante Kinderstartgeld zu verzichten. Eltern kleiner Kinder erhalten damit nicht nur kein Familien- und kein Krippengeld mehr, sondern müssen auch auf eine Einmalzahlung von 3.000 Euro verzichten. Das frei werdende Geld soll stattdessen aber komplett in die Kitas und in deren Unterhalt fließen.