Rund eine Million Antworten von etwa 15.000 Teilnehmern haben die Macher der DialektApp «DaBay» im vergangenen halben Jahr gesammelt. «Das ist sehr, sehr erfreulich», sagt Projektleiter Philip Vergeiner. Zusammen mit Wissenschaftlern der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München erforscht er, wie sich Dialekte in Bayern entwickeln. Die Daten aus der DialektApp seien teils überraschend.
In manchen Regionen Bayerns sprechen noch viele Menschen ausgeprägten Dialekt, gerade in Großstädten setzt sich der Trend zum Hochdeutschen fort - soweit die Ausgangssituation. Den großen Einfluss der Hochsprache bestätigten die Antworten der Projektteilnehmer, so Vergeiner. Der promovierte Dialektologe hat die DialektApp zusammen mit dem Sprachwissenschaftler Lars Bülow und dem Software-Studio Level51 entwickelt.
«Es gibt viel Wandel, im fränkischen und schwäbischen Teil des Freistaates mehr als in Altbayern», stellt Vergeiner fest. Gerade Begriffe oder Ausspracheformen, die eher kleinräumig verbreitet und von Dorf zu Dorf verschieden sind, verschwänden zunehmend. Während diese im Fränkischen und Schwäbischen eher durch Hochsprache ersetzt würden, bilde sich in Altbayern eine Art Ausgleichsbairisch.