Viel Applaus für Dirigentin, Sängerinnen und Sänger - und dann doch die erwarteten Buhrufe für Regisseur Valentin Schwarz und sein Team. Aber ganz so heftig wie in den Vorjahren war es nicht: Auch viele Bravo-Rufe waren in Bayreuth zu hören am Ende der Richard-Wagner-Oper «Götterdämmerung», die das vierteilige Mammutwerk «Der Ring des Nibelungen» abschließt.
Schwarz' Interpretation startete 2022 bei den Festspielen und hatte einen schweren Stand beim Publikum. Die Produktion wurde als «Netflix-Ring» bekannt, weil Schwarz die vierteilige Oper als eine Art Drama-Serie inszeniert und seine eher sehr menschlichen als gottgleichen Figuren mit Hintergrund-Geschichten ausstattete.
Im zweiten Jahr hatte nun Simone Young die musikalische Leitung inne - was der Produktion sichtlich guttat. Entsprechend wurde sie am Ende des Abends gefeiert. Auch umjubelt: Klaus Florian Vogt als Siegfried und Catherine Foster als Brünnhilde.