Ein Haus, um ein Bücherregal herum gebaut: Das Wohnhaus des im März 2026 gestorbenen Philosophen und Soziologen Jürgen Habermas ist als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste aufgenommen worden, wie das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) mitteilte. Das Gebäude aus den 1970er Jahren gilt demnach als bedeutendes Zeugnis des Übergangs vom Neofunktionalismus der Nachkriegsmoderne zur Postmoderne.
«Das Haus Habermas ist gebaute Philosophie. Es ist ein herausragendes Zeugnis für das Selbstbild eines der bedeutendsten deutschen Philosophen des 20. Jahrhunderts», sagte Mathias Pfeil, Generalkonservator des BLfD. Das Wohnhaus sei in seiner zeitlosen Modernität ein wichtiges Dokument für das Bauen und Wohnen des gehobenen Bürgertums zu Beginn der 1970er Jahre.