Im Unterricht bemerkt sie die penetranten Blicke eines Mitschülers, dann erhält sie Drohnachrichten in sozialen Medien. Ihre Eltern stellen eine Anzeige gegen ihn, es folgt ein Gespräch in der Schule – aber sonst passiert wenig. In den Sommerferien 2011 greift er sie auf offener Straße in München an und verletzt sie mit mehreren Messerstichen schwer. Daniela Magnani Hüller ist erst 16 Jahre alt, als sie einen Femizidversuch überlebt.
Nun feiert am Samstag (9. Mai) ihr biografischer Dokumentarfilm «Was an Empfindsamkeit bleibt» beim Filmfestival «DOK.fest» in ihrer Heimatstadt Premiere. In fragmentarischen Szenen spricht die Regisseurin mit Menschen aus ihrer Vergangenheit und erzählt Erinnerungen nach. Der Täter wird dabei kaum erwähnt – eine ganz bewusste Entscheidung, wie Magnani Hüller der Deutschen Presse-Agentur sagt. Um ihn soll es hier nicht gehen.