Einen Tag nach der Razzia bei einem mutmaßlichen Beschaffungs-Netzwerk für Russland sind die fünf festgenommenen Verdächtigen in Untersuchungshaft. Ein Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe setzte die Haftbefehle gegen die Männer in Vollzug, wie eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft mitteilte. Die Behörde hatte die Beschuldigten am Montag in und um Lübeck festnehmen lassen.
Die Bundesanwaltschaft wirft den Männern vor, über eine Scheinfirma Güter besorgt und nach Russland exportiert zu haben, um Embargo-Bestimmungen der Europäischen Union (EU) zu umgehen. Ausfuhrbeschränkungen sind ein elementarer Bestandteil der Sanktionen, mit denen die EU auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine reagiert. Sie sehen vor, dass europäische Unternehmen bestimmte Erzeugnisse nicht mehr nach Russland verkaufen dürfen.