Sie verehren Massenmörder und teilen ihre eigenen Amokfantasien. Jugendliche verbreiten ihre oft rechtsextremistische Propaganda, 13-Jährige planen Anschläge auf ihre Schulen, junge Männer setzen Kinder unter Druck, damit sich diese selbst verletzen. Alles online, alle per Mausklick - und das meiste aus dem Kinderzimmer heraus.
Eine neue Studie zeigt die Abgründe dieser Online-Szene auf. Überaus gewaltbereite Jugendliche teilen in einem losen Netzwerk aus Chatgruppen und Kanälen etwa über den Messenger-Dienst Telegram Anschlagspläne und extremistische, oft sadistische, teils satanische Gewaltaufrufe. Der Untersuchung zufolge sind Hunderte deutscher Neonazis und andere in dieser sogenannten Terrorgram-Szene online miteinander vernetzt.